Projekt Beschreibung

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Capriccio C 5138

Henri Bertini (1798-1876)

Nonetto op. 107 D-dur
Grand Trio op. 43 in A-dur
Linos Ensemble

cpo 555 363-2,
Veröffentlichung: September 2021
(jpc-Versandhandel, Tel: 0180-525 1717 –
0,14 aus dem dt. Festnetz,
Mobilfunknetze abweichend)

Henri Bertini – Pianist und Komponist

So oft sich die Mitglieder des Linos Ensembles im Laufe der langen gemeinsamen Karriere auf die Suche nach kammermusikalischen Raritäten gemacht haben, so oft ist es ihnen gelungen, die Fachwelt in Staunen und die Liebhaber des Besonderen in Entzücken zu versetzen. Ob vergessene oder anderswo als Lückenbüßer heruntergespielte Komponisten, ob seltene Bearbeitungen – die Diskographie des außergewöhnlich flexiblen, vom Duo leicht bis zum Duodezimett expandierenden Ensembles ist eine Fundgrube, und es sieht auch nach 43 Jahren nicht so aus, als solle der Nachschub abreißen.

Die neueste CD des Linos Ensemble widmet sich dem einstmals gefragten Klavierlehrer, erfolgreichen Pianisten und angesehenen Komponisten Henri Bertini, dessen Grand Trio für Klavier, Violine und Violoncello A-dur op. 43 und Nonetto D-dur op. 107 für Flöte, Oboe, Fagott, Horn, Trompete, Bratsche, Violoncello, Kontrabaß und Klavier im Februar 2020 ihre Ersteinspielung erlebten.

Rezensionen

„Exzellent musizierte Wiederentdeckungen

Das 1977 gegründete Linos Ensemble ist hierzulande mittlerweile die dienstälteste Kammermusikformation ihrer Art und bringt dank seiner souveränen Kompetenz diese vergessenen Schätzen auf das Schönste wieder zum Klingen. Besonders Konstanze Eickhorst versteht es bei beiden Stücken meisterhaft, die anspruchsvollen Klavierparts mit dem an allen Pulten bestens besetzten Ensemble zu verweben….“
(Klassik heute – 06.10.2021)

„Gelegentlich exquisite Raritäten im Visier, hat das Linos Ensemble jetzt Kammermusik des französischen Romantikers Henri Bertini herausgebracht. Allzu lange Zeit unterm Radar diskografischer Würdigung, ist dessen Nonett ein ebenso amüsantes wie kapriziöses Arien-Ballett, bei dem die Akteure wie in einer Choreografie verschnörkelte Melodik, elegisches Chanson und auch Varieté-Qualitäten bieten. Das Grand Trio brilliert mit einem sehr gelenkigen Klavierpart und damit fein verwobenen Cello- und Violine-Stimmen. Beim Linos Ensemble kommt die liebenswürdige Bertini-Musik empathisch zur Geltung.“
(neue musikzeitung – November 2021)

„… Mit dem – von Berlioz gelobten – Nonetto und dem Grand Trio des Franzosen Henri Bertini sind dem Ensemble nun wieder zwei echte Goldfische ins Netz gegangen. Vor allem das Nonetto ist ein Meisterwerk von Gottes Gnaden, das den Vergleich mit Schuberts Oktett nicht zu scheuen braucht. „Linos“ interpretiert die Werke gewohnt großartig. Unfassbar, dass dies die derzeit einzig greifbare Bertini-Aufnahme ist.“
(Fono Forum – März 2022)

„… Das Linos Ensemble bringt diesem Nonett viel Ernsthaftigkeit entgegnend vermag durch absolut tadellose instrumentale Linien und Farben zu überzeugen. Alles ist gut aufeinander abgestimmt und die verschiedenen Stimmen greifen entspannt und souverän ineinander. … “
(Das Orchester – März 2022)

„Wenn man ihn überhaupt kennt, dann als den „französischen Czerny“. Dass Henri Bertini mehr war als ein wichtiger Klavierlehrer, zeigt diese unerwartet reichhaltige CD. Bertini Klaviertrio op. 43 braucht sich kein bisschen zu verstecken, ein veritabler Wurf aber ist sein originell besetztes, charmantes, abwechslungsreiches – und überhaupt nicht Klavier-lastiges – Nonett, das hier vom Linos Ensemble mit viel Klasse und Engagement dem Dunkel des Vergessens entrissen wird.“
(Musik und Theater – Das Schweizer Kulturmagazin – Januar/Februar 2022)

„Rarität der französischen Kammermusik (cpo): Das Linos Ensemble hat sich wieder auf die Suche nach unbekannten Liebhaberstücken der Kammermusik gemacht und wurde bei Henri Bertini (1798 – 1876) fündig. Der französische Pianist, Klavierlehrer und Komponist schrieb Etüden für alle Schwierigkeitsgrade, was ihm große Bekanntheit verschaffte. Auf der neuen CD sind neben einem Trio auch das „Nonetto“ op.107 in D-Dur verewigt. Letzteres zeichnet sich sowohl durch die ungewöhnliche Form aus – viele Stücke für neun Musiker und Musikerinnen gibt es nicht – als auch durch die Ausgewogenheit, mit der der Komponist die Instrumente einsetzt, ohne einem bestimmten Vorrang einzuräumen. Im zweiten Satz „La Melancolie“ könnte man opernartige Klänge heraushören, auch wenn Bertini den Plan zu einem großen Stück für das Musiktheater nie umsetzte. Im „Grand Trio“, das Pianistin Konstanze Eickhorst mit Winfried Rademacher und Mario Blaumer interpretiert, zeigt sich ein wesentlich markanterer Einsatz des Klaviers als im „Nonetto“. Das Trio hat mehr unterschwellige Dramatik, aber auch viel Heiterkeit zu bieten. „Musik wie Samt und Seide“ schrieb Robert Schumann, und das wird mit in der vielschichtigen Aufnahme des Linos Ensembles gut nachvollziehbar.“
(Austria Presse Agentur – 30. September 2021)

„Das Linos Ensemble widmet ihre aktuelle CD dem musikalischen Schaffen des Komponisten Henri Bertini. Rhythmisch pointiert gelingt die Ausformung des Allegro vivace, das Scherzo und das Finale des Nonetto op. 107 in D major. Berührend, gefühlvoll und feinsinnig gelingt der 2. Satz. Grandios zu dem die dynamischen Abstufungen. Rhythmisch pointiert mit perlenden virtuos ausgeformten Passagen am Klavier, die grandios ausgeformt werden. Gefühlvoll und feinsinnig gelingt der 2. Satz. Rhythmisch akzentuiert wird der 3. und 4. Satz ( herrlich die pointiert ausziselierten Triller am Klavier) ausgeformt.“
(svensopernparadies – Sven Godenrath – 11. September 2021)

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